Arbeiten im Wohnmobil – Wie wir reisen und arbeiten verbinden

10 Tage Schweden – Das klingt wie ein etwas zu kurzer Urlaub. Und tatsächlich waren diese 10 Tage so etwas wie unser Urlaub. Gleichzeitig war es aber auch so etwas wie eine Eingewöhnungszeit. Denn nach den 10 Tagen hieß es nicht zurück nach Hause, sondern weiterreisen und dabei arbeiten.

Für uns war von Anfang klar: wir wollen uns keine mehrwöchige oder sogar über mehrere Monate gehende Auszeit gönnen, sondern reisen und arbeiten verbinden. Aus diesem Grund haben wir schon vor Jahren begonnen ein ortsunabhängiges Unternehmen aufzubauen.

Leider haben wir bis heute noch keinen Weg gefunden, dass das Geld kommt, ohne das wir etwas dafür tun müssen. Bis dahin werden wir also mehr oder weniger normal arbeiten, nur, dass wir eben währenddessen mit dem Wohnmobil unterwegs sind. Und so machen wir es:

Unser Tagesablauf

Schon vor Beginn unserer Reise haben wir uns überlegt, wie wir das Arbeiten und Reisen am Besten kombinieren wollen. In unserem Fall heißt das Früh Aufstehen, wenn möglich so um 05:30 Uhr. Da wir alle eigentlich keine Frühaufsteher sind, war das gerade zu Anfang eine große Überwindung. Bis 8:00 Uhr waren wir in der Regel mit Moe draußen, haben gefrühstückt, mindestens eine Tasse Kaffee getrunken und den Tag durchgeplant.

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Von 08:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16 Uhr (wenn alles gut geht) arbeiten wir. In unserer etwa 2-stündigen Mittagspause gehen wir die Mittagsrunde mit Moe und planen schon mal unser nächstes Ziel. Denn nach Feierabend soll es schnell gehen: Sachen verstauen und ab auf die Straße.

Wir haben festgestellt das wir, wenn wir zu spät losfahren, unter Umständen keinen guten Platz mehr bekommen. Aber auch wenn wir zu früh unterwegs sind haben wir kein Glück.

Dieser Blog und unser Youtube-Kanal sind momentan vor allem Freizeitprojekte, die wir zwischendurch und am Abend pflegen (oder mit anderen Worten: die Zeit, in der wir sonst vorm Fernseher gesessen hätten, verbringen wir jetzt mit Schreiben oder Videos erstellen). Ihr glaubt gar nicht, wie lange man an so einem Video von 5 bis 10 Minuten sitzt – wir wussten das bis vor Kurzem auch nicht. Deswegen auch hier der ganz dezente Hinweis auf unsere Kaffeekasse 😉

Unsere Werkzeuge: Laptops, Smartphones, Strom und schnelles Internet

Eine meiner größten Sorgen war, ob wir denn überhaupt ausreichend Internet in Schweden haben würden, um auch in der Wildnis arbeiten zu können. Außerdem war ich gespannt, was uns 50 GB Datenvolumen, unser geschätzter Verbrauch pro Monat, wohl kosten würde. Mittlerweile können wir zumindest über Schweden sagen: Mobiles Internet in Schweden ist sehr günstig.

Etwas anders sieht es mit dem Strom aus. Wir haben zwar 2 x 80 Ah Bordbatterien, allerdings hatten wir vor Beginn unserer Reise keine Ahnung, wie lange diese halten würden. Auf unseren Ausflügen haben wir zwar auch gearbeitet, aber es ist eben doch etwas anderes, ob man mal eine E-Mail schreibt oder ob man ein Youtube-Video schneidet.

Unser BABA hat zwar eine Solaranlage, die sieht aber schon etwas älter und leicht beschädigt aus. Außerdem lädt sie zu merkwürdigen Zeiten und behauptet, dass die Batterien voll wären, wenn sie nur noch etwa 50% voll sind.

Unser Plan war, etwa 1 x pro Woche einen Stellplatz mit Strom aufzusuchen – momentan sieht es eher so aus, als müssen wir alle 3-4 Tage an die Steckdose. Aber je größer die Strecken, die wir fahren, desto mehr laden wir auch die Bordbatterien. Vielleicht werden unsere Strecken in Zukunft einfach etwas länger als 50-100 km pro Tag.

Vorläufiges Fazit:

Nach 2 Wochen unterwegs fühlt es sich immer noch ein bisschen wie Urlaub an. Vielleicht liegt es an der Sprache, die wir nicht verstehen, den Schweden, die alle gut gelaunt sind oder dem Urlaubswetter, mit dem wir seit Beginn unserer Reise verwöhnt werden.

Vielleicht liegt es auch daran, dass arbeitstechnisch bisher alles ziemlich glatt läuft und es keinen Moment gab, in dem wir uns zurück ins Home Office gewünscht hätten.

Was es auch ist, dieses Gefühl darf gerne noch etwas anhalten.

*Foto: Unsplash

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