Unser Mini-Wohnmobil: Camping mit dem Caddy

Anfang April haben wir unseren Caddy mit ein wenig Holz, einem Wochenende Zeit und ca. 140 Euro Materialkosten in ein Mini-Wohnmobil umgebaut, um auf unseren Camping-Touren auch mal im Auto schlafen zu können.

Das Ergebnis des Caddy-Umbaus

Als Dennis im November wegen einer Warnleuchte mit unserem Polo in die Werkstatt fuhr war der Schreck groß: Katalysatorschaden. Zusammen mit anderen Reparaturen hätten wir ca. 1.500 € in die Hand nehmen müssen, um ihn wieder in Schuss zu bekommen. Unsere Pläne gerieten ins Wanken, denn eigentlich wollten wir uns erst in 3 Jahren ein neues Auto gönnen. Alles hin- und herrechnen half nichts, wir brauchten ein neues Auto und da unser Traum von einem VW Bus noch ein paar Tausend Euro entfernt lag, entschieden wir uns für den kleinen Bruder, einen VW Caddy.

Über Google hatten wir bereits ein paar Anleitungen entdeckt, um auch einen Caddy für unsere Camping Touren umzubauen. Es gibt sogar die ein oder andere Firma, z.B. Reimo oder VanEssa, die richtig vielversprechende Umbau-Sets für den Caddy entwickelt haben. Leider hat uns bei all diesen Lösungen immer eines gestört: Es gab keinen Platz für den Hund, der bei uns im Kofferraum sitzen soll.

Also entwickelten wir eine eigene Caddy Camping-Lösung, die auch dem Hund den nötigen Platz bieten sollte. Wer uns kennt, weiß, dass wir beide nicht so wirklich handwerklich begabt sind. Unsere Fähigkeiten reichen gerade so, um ein Ikea Billy-Regal aufzubauen. Ganz zu schweigen vom passenden Werkzeug eines Handwerkers. Doch glücklicherweise bot uns Dennis‘ Papa seine Unterstützung an und so werkelten Dennis und sein Papa ein Wochenende im April an der Grundkonstruktion. Als Grundlage diente uns die Anleitung von Peter für den Caddy-Umbau (vielen Dank an dieser Stelle für die Denkanstöße).

Da der Hund ja im Kofferraum möglichst viel Platz haben sollte, entschieden wir uns dafür, die Rücksitzbank auszubauen, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen und gefühlte 70 Kilo weniger Gewicht zu transportieren. Das Grundprinzip von Peter mit den beiden liegenden Leitern haben wir beibehalten, nur dass sie bei uns eben bis zum Fahrer- und Beifahrersitz durchgehen. Zusammen mit einer dreigeteilten Sieb/Film- Multiplexplatte (70, 110 und 20 cm), die durch Scharniere verbunden sind, entsteht so eine Gesamtliegefläche von 2 Metern.

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Ob sich unsere Konstruktion auch im Alltag bewährt, werden wir demnächst testen, wenn es nach Kroatien in den Urlaub geht. Dann wird sich auch zeigen, ob zwei Erwachsene + Hund auf dieser relativ kleinen Fläche genügend Platz finden.

Wir können uns gut vorstellen, unseren Caddy Umbau auch in den nächsten Monaten weiter zu dokumentieren. Bei Fragen, Verbesserungsvorschlägen und Anmerkungen könnt ihr gerne in die Kommentarfunktion nutzen.

Über Dennis

Moin! Ich bin Dennis, Frontend-Entwickler bei Erdmann & Freunde, Camper, Outdoor-Liebhaber und Apple-Fanboy. Bei wundertrips schreibe ich vor allen Dingen über die technischen Aspekte unserer Reisen (Equipment, Apps, Budget, Routenplanung).

5 Gedanken zu „Unser Mini-Wohnmobil: Camping mit dem Caddy

    1. Moin Menny,

      da unsere Konstruktion im Alltag ein paar Probleme gemacht hat (z.B. ließen sich die Kisten nicht bequem rein und raus verfrachten), sieh die Bilder und die erwähnte Anleitung von Peter lieber als Inspiration und schau, dass die Konstruktion deinen Ansprüchen gerecht wird. Für nächstes Jahr ist Version 2 geplant, vielleicht mache ich dann auch wieder einen Beitrag dazu.

  1. Guten Tag
    Ich habe den neuen Caddy Comfortline. Ihren Schlafausbau finde ich supertoll. Ich beschäftige mich grade mit Ladungssicherung. Leider verfügt mein Auto nur über 4 Verzurrösen auf dem Boden und vielen ,, Löchern” in den Seiten. Wie sichern Sie ihre Ladung nach vorne hin ab? Oder nutzen sie nur ein Hundegitter? Ich habe noch nicht mal eine Vorbereitung für eine Kofferraumabdeckung. Ab unter den Fenstern nach unten hin rechts und links ist mein Auto unverkleidet. Vielen Dank für eine Antwort im voraus.

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